Beispiel einer Kanban-Karte

Das dargestellte Beispiel soll zeigen, wie eine Kanban-Karte aussehen kann. Die Karten werden in der Regel speziell auf die Anforderungen im Unternehmen angepasst. Wichtig ist nur, dass auf der Karte alle notwendigen Informationen gut leserlich angeordnet sind. Welche Informationen auf den Karten aufgeführt werden, ist allerdings ebenfalls von den betrieblichen Erfordernissen abhängig.

Die Tabelle des nächsten Abschnitts zeigt die wichtigsten Informationen einer Kanban-Karte, wobei nicht alle zwingend auf der Karte gezeigt werden müssen.

Tipp:

Eine Vielzahl an Beispielen für Kanban-Karten können Sie sich bei Google in der Bildersuche anschauen. Klicken Sie einfach auf nachfolgenden Link:

Google-Bild-Suche nach Beispielen für Kanban-Karten

 

Informationen auf einer Kanban-Karte

Damit ein Kanban in der Praxis funktioniert, müssen auf der Kanban-Karte alle notwendigen Informationen enthalten sein, die der Mitarbeiter benötigt, um den Kanban bedienen zu können.

Die wichtigsten Informationen sind nachfolgend kurz zusammengefasst und im einzelnen beschrieben:

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Information
Beschreibung 
Kanbanart Auf der Kanban-Karte sollte erkennbar sein, ob es sich um einen Produktions-, einen Umlagerungs- oder um einen Lieferantenkanban handelt.
Kanban-Karten-Nr / Kanban-ID
Die Kanban-Karten-Nr ist eine eindeutige Kennzeichnung der Karte. Pro Karte wird eine einmalige Nummer vergeben, damit jederzeit überprüft werden kann, ob sich noch alle Kanban-Karten im Umlauf befinden (Kanban-Karten-Inventur).
Gesamt-Anzahl Kanban-Karten
Für jeden Artikel sollte nicht nur erkennbar sein, wieviele Kanban-Karten für diesen im Umlauf sind, sondern auch um welche es sich konkret handelt. Beispiel: 3/6 heißt, dass für den Artikel insgesamt sechs Kanban-Karten im Umlauf sind und dass es sich bei dieser Karte um die dritte von diesen sechs Karten handelt.
Artikel-Nr Die Artikel-Nr. entspricht der Artikel-Nr. im MRP-System
Artikel-Bezeichnung Die Bezeichnung entspricht der Bezeichnung des Artikels im MRP-System
Kanban-Menge Die Kanban-Menge ist die Menge, die entweder produziert, umgelagert oder vom Lieferanten zu produzieren ist.
Quelle/Lieferant Bei Produktionskanbans kann der Lieferant beispielsweise ein Fertigungsbereich sein (Fertigungszelle, Vormontage etc.). Im Falle eines Lieferanten-Kanbans ist hier die Lieferantennummer und/oder der Lieferantenname anzugeben. Umlagerungskanbans benötigen die Information des Lagerbereichs, aus dem der Artikel umgelagert werden soll.
Lagerort Quelle Konkreter Lagerort an der Quelle wird verwendet, um bei der Abholung des Kanbans beim Lieferanten Verschwendung durch unnötiges Suchen zu reduzieren.
Ziel/Verbraucher Zielbereich zu dem der Kanban gebracht bzw. wo die Kanban-Menge verbraucht wird.
Lagerort Ziel Konkreter Lagerort im Zielbereich.
Produktbild Zur Visualisierung des Artikels auf der Kanban-Karte, benötigt allerdings meist erheblichen Platzbedarf.
Barcodes Barcodes werden eingesetzt, um die EDV-Eingabe der Kanban-Karten-Nr oder der Artikelnummer durch einen Scanvorgang zu vereinfachen.


 

Visualisierung

Auch bei Kanban-Karten ist die Anwendung des Mittels der Visualisierung sinnvoll. So können für die verschiedenen Kanban-Arten unterschiedliche Farbcodes eingesetzt werden. Auf diese Weise erkennt jeder Mitarbeiter auf den ersten Blick, um was für eine Art von Kanban es sich handelt.

Schutz und Anbringung von Kanban-Karten

In vielen Firmen werden Kanban-Karten zugunsten einer längeren Haltbarkeit einlaminiert. Auf diese Weise können Öle, Fette und Verschmutzungen, die bei der Produktion anfallen, den Kanban-Karten nichts anhaben. Die einlaminierten Karten können einfach in den Kanban-Behälter gelegt werden. Sollen sie von außen an dem Behälter ersichtlich sein, bietet sich doppelseitiges Klebeband für die Befestigung an.

Es ist aber auch möglich, bereits fertige Einschiebetaschen aus Plastik käuflich zu erwerben. Diese werden am Kanban-Behälter befestigt und bieten den Vorteil, dass man die Karte, sollte sich die benötigte Kanban-Menge ändern, leicht austauschen kann.

Der Hersteller ORGATEX bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Befestigung von Kanban-Karten an:

www.orgatex.de/deindex.html

Barcodes auf Kanban-Karten erzeugen

Für die Anbindung eines Kanban-Systems an die im Betrieb eingesetzte MRP-Software ist es sinnvoll die Kanban-Karte mit entsprechenden Barcodes zu versehen. Dadurch kann die Verschwendung, die durch manuelles Eintippen von Informationen an EDV-Terminals entsteht, auf ein Minimum reduziert werden.

Die Firma Tec-It bietet ein einfaches Add-Inn an, mit dem sich die unterschiedlichsten Barcode-Typen in den üblichen Microsoft-Office-Anwendungen erzeugen lassen. Obwohl Tec-It für dieses Add-Inn namens TBarCode-Office explizit nur MS Word und MS Excel als Anwendungsprogramme nennt, ist es dennoch möglich, das Add-Inn auch in MS Access zu verwenden. Mit diesem Tool in Verbindung mit MS-Access kann man sogar eine Vielzahl von Kanban-Karten recht unkompliziert erstellen und anschließend ausdrucken. Auf der Homepage von Tec-It gibt es eine Testversion, mit der man vor dem endgültigem Kauf der Software zunächst ausgiebig testen kann:

www.tec-it.com/de/download/tbarcode-office/Download.aspx


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